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Wie wird man Priester

Der Beruf des Priesters gilt auch oft als Berufung, denn es gehört weit mehr dazu als Gottesdienste zu halten und zu beten. Doch bevor man dieses Amt überhaupt übernehmen darf, muss man eine lange Ausbildung absolvieren und da stellt sich der ein oder andere vielleicht vorab die Frage:

Wie wird man eigentlich Priester?

Zunächst einmal kommt die Ausbildung, für die das jeweilige Priesterseminar der Diözese zuständig ist. Am Anfang dieser Ausbildung steht das Einführungsjahr, das man auch Propädeutikum nennt. Daran nehmen alle neuen Seminaristen teil.  Zu diesem Einführungsjahr gehören meist ein Sozialpraktikum und eine Bibelschule/ein Aufenthalt im Heiligen Land.

Die Ausbildung dauert inklusive Propädeutikum und Pfarrpraktikumsjahr Minimum vier  Jahre, sofern der Seminarist schon (in Teilen) Theologie studiert hat; in der Regel fallen aber sechs bis sieben Jahre Ausbildungszeit an. Sein letztes Jahr vor der Priesterweihe arbeitet der Seminarist in einer Praktikumspfarrei, um dort möglichst viel praktische Erfahrungen zu sammeln und dort zum Beispiel den Umgang mit Menschen in der Seelsorge zu erlernen.

Die vier Säulen der Ausbildung

Im Wesentlichen basiert die Ausbildung auf vier Säulen:

    1. Der menschlichen Bildung:

Sie ist das Fundament, auf dem sich die ganze Priesterausbildung gründet. Man geht auf die Suche nach sich selbst, den eigenen Wurzeln. In einer persönlichen Reflexion führt man sich die eigene Vergangenheit (Familie, Kindheit, etc.) vor Augen und festigt so den Charakter.

    1. Der spirituellen Formung

Das geistige Leben entfalten und das sich bewusst machen der Berufung zu Gott und der Kirche sind ebenfalls wichtige Schritte auf dem Weg zum Priester.

    1. Der wissenschaftlichen Ausbildung

Hier bemüht man sich um Glaubenseinsicht und lässt sich auf sein Studium und den wissenschaftlichen Aspekt der Theologie ein. Das ausführliche und intensive Theologiestudium sind da unverzichtbar.

    1. Der pastoralen und seelsorgerischen Ausbildung

Dieser Teil der Ausbildung hat zum Ziel, den künftigen Priester für die Aufgaben als Seelsorger zu rüsten. Er soll sich als guter Hirte seiner Gemeinde verstehen.